Die private Krankenversicherung (PKV) ist ein individuelles Krankenversicherungssystem, bei dem Beiträge und Leistungen vertraglich vereinbart und risikobasiert kalkuliert werden.
Die private Krankenversicherung ist eines der beiden Krankenversicherungssysteme in Deutschland.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung basiert die PKV nicht auf einem Solidarprinzip, sondern auf individuell vereinbarten Versicherungsverträgen.
Der Versicherungsschutz ergibt sich aus dem gewählten Tarif. Dieser legt fest, welche Leistungen versichert sind und in welchem Umfang Kosten erstattet werden.
Der Beitrag richtet sich unter anderem nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Tarifumfang – nicht nach dem Einkommen.
Die PKV arbeitet nach dem sogenannten Kapitaldeckungsverfahren. Das bedeutet, dass Versicherte über ihre Beiträge Rücklagen bilden, um steigende Gesundheitskosten im Alter abzufedern.
Wesentliche Merkmale der PKV sind:
Die konkrete Ausgestaltung hängt immer vom jeweiligen Tarif ab.
Nicht jeder kann frei zwischen PKV und GKV wählen. Der Zugang zur PKV ist gesetzlich geregelt.
Typische Personengruppen mit Zugang zur PKV sind:
Ob ein Wechsel sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.
„Die PKV ist grundsätzlich günstiger als die GKV.“
→ Das lässt sich pauschal nicht sagen. Beiträge hängen vom Tarif und der persönlichen Situation ab.
„Die Leistungen sind in der PKV immer besser.“
→ Die Leistungen ergeben sich ausschließlich aus dem gewählten Tarif, nicht aus dem System an sich.
„Ein Wechsel zurück in die GKV ist jederzeit möglich.“
→ Eine Rückkehr ist gesetzlich stark eingeschränkt und an bestimmte Voraussetzungen gebunden.
Die private Krankenversicherung steht in engem Zusammenhang mit folgenden Begriffen:
Die private Krankenversicherung ist eine langfristige Systementscheidung.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Einkommen, Berufsstatus, Gesundheitszustand und persönlicher Lebensplanung ab.