Die Kosten der privaten Krankenversicherung gehören zu den wichtigsten Entscheidungskriterien – und gleichzeitig zu den größten Unsicherheiten.
Die Beitragshöhe in der PKV hängt von mehreren Faktoren ab:
Gut zu wissen:
In der GKV richtet sich der Beitrag prozentual nach dem Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
In der PKV hängen Beiträge vom gewählten Leistungsumfang ab – nicht vom Einkommen.
| Pflegepflichtversicherung |
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Zusätzlich ist bei privat Krankenversicherten der Abschluss einer privaten Pflegepflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Diese wird separat kalkuliert und erhöht die Gesamtbeitragsbelastung. Bei Angestellten beteiligt sich der Arbeitgeber im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben auch an diesem Beitrag. |
Beitragsanpassungen sind systembedingt und entstehen unter anderem durch:
Beitragsanpassungen erfolgen auf Basis versicherungsmathematischer Kalkulationen und unterliegen gesetzlichen Vorgaben.
| Hinweis: |
| Sehr günstige Einstiegstarife sollten immer langfristig bewertet werden. Sie sind kein Qualitätsmerkmal für eine langfristig tragfähige PKV. |
Die Entwicklung der PKV-Beiträge hängt nicht von einem einzelnen Punkt ab, sondern vom Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Dazu zählen insbesondere die Altersrückstellungen, die Tarifkalkulation, mögliche Beitragsentlastungsbausteine, die Option interner Tarifwechsel – sowie in bestimmten Situationen auch die Anwartschaft als Sonderform zur Sicherung der späteren Versicherbarkeit.
Ein Teil des PKV-Beitrags wird als Rücklage für das Alter angespart. Diese Altersrückstellungen sollen dazu beitragen, Beitragssteigerungen im höheren Alter abzufedern und die langfristige Beitragsentwicklung zu stabilisieren. Sie können Anpassungen dämpfen, aber nicht vollständig verhindern.
Die Stabilität eines Tarifs hängt wesentlich von seiner Kalkulation ab. Realistische Annahmen zu Kosten und Leistungen erhöhen die Chance, dass Beiträge über längere Zeiträume weniger stark angepasst werden müssen.
Auch die Altersstruktur des Versichertenkollektivs kann die langfristige Beitragsentwicklung beeinflussen.
Zusätzliche Entlastungsbausteine sind eine sinnvolle Ergänzung zur privaten Krankenversicherung. Sie erhöhen den Beitrag während der Erwerbsphase, können aber im Alter spürbar zur Senkung der Beitragsbelastung beitragen.
Sie sind ein ergänzendes Instrument, kein Ersatz für eine insgesamt tragfähige Tarifstruktur.
| Tipp: |
| Ist der Entlastungstarif Bestandteil Ihrer PKV, kann Ihr Arbeitgeber seinen Zuschuss – im Rahmen der gesetzlichen Höchstgrenzen – auch auf diesen Tarif anwenden. |
Ein interner Tarifwechsel ermöglicht es, den Tarif innerhalb desselben Versicherers an veränderte Bedürfnisse anzupassen, ohne die Altersrückstellungen zu verlieren. So kann der Versicherungsschutz im Laufe der Zeit besser an Beitrag und Lebenssituation angepasst werden.
Ein Anspruch auf Tarifwechsel besteht gemäß § 204 VVG innerhalb desselben Versicherers, wobei Mehrleistungen eine erneute Risikoprüfung auslösen können.
Eine Anwartschaft ist ein Sonderinstrument der PKV, mit dem Sie sich den späteren Wiedereinstieg in Ihren Tarif sichern, ohne aktuell Versicherungsschutz zu haben. Währenddessen fallen reduzierte Beiträge an, es besteht jedoch kein Leistungsanspruch. Je nach Ausgestaltung werden Eintrittsalter und gegebenenfalls der Gesundheitszustand für später gesichert.
Da eine Anwartschaft keinen aktiven Schutz bietet, ersetzt sie keinen regulären Tarif. Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie vorübergehend nicht privat versichert sind, aber später in die PKV zurückkehren möchten.
Es wird zwischen kleiner und großer Anwartschaft unterschieden, je nachdem, ob lediglich der Gesundheitszustand oder zusätzlich das Eintrittsalter gesichert wird.
Besonders günstige Einstiegstarife können langfristig teuer werden, wenn sie nicht zur Lebensplanung passen. Eine seriöse Beratung betrachtet daher immer den gesamten Versicherungszeitraum – nicht nur die ersten Jahre.
Warum PKV-Kosten immer individuell bewertet werden müssen |
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Pauschale Aussagen zur „günstigsten PKV“ sind fachlich nicht seriös. Erst die individuelle Analyse ermöglicht eine belastbare Einschätzung. |